Workshop:
Normativity of AI
Wir organisieren einen Workshop zum Thema der Normativität von KI-Systemen. Die Workshop bringt Wissenschaftler:innen aus verschiedenen philosophischen Perspektiven zusammen – darunter Sprachphilosophie, Sozialphilosophie, Technikphilosophie und neo-Aristotelische Philosophie. Durch Vorträge und kritische Diskussionen über Traditionen und Methoden hinweg hoffen wir, ein besseres Verständnis davon zu gewonnen, was die Normativität von KI ist, was sie nicht ist und warum diese Unterscheidungen sowohl für die Philosophie als auch für die Gesellschaft von Bedeutung sind.
Vortrag:
Can AI Learn Tong通? Subtle Proximity and a Dao-Based Model of Intelligence
01. Juli 2026 @ CST
Dieser Vortrag von Prof. Robin Wang führt in das Dui–Tong-Problem ein – die Spannung zwischen Korrektheit (dui 對) und relationaler Responsivität (tong 通).
Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden und kann sowohl digital als auch in Person besucht werden.
Workshop-Reihe:
Die Dialektik der Aufklärung lesen
Im Rahmen der Philo-Lounge, organisiert von der Fachschaft Philosophie, wird Victor Weisbrod eine Workshop-Reihe zu Theodor W. Adornos und Max Horkheimers Werk Dialektik der Aufklärung (1944/1969) leiten.
Die Workshop-Reihe findet auf Deutsch statt. Jeder ist herzlich willkommen. Keine Anmeldung ist erforderlich.
Lesekreis:
Daodejing (道德經)
Mit Robin R. Wang
Wir freuen uns, einen Lesekreis zum Daodejing (道德經) mit Robin R. Wang anzukündigen. Wang ist Professorin für Philosophie an der Loyola Marymount University und derzeit Mercator Visiting Professor an der Universität Bonn.
Der Lesekreis lädt zu einer gemeinsamen Lektüre und offenen Diskussion des Daodejing ein. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – alle Interessierten sind herzlich willkommen.
Vortrag:
Turing Test 2.0: Reimagining the Goals of Artificial Intelligence in the Post-GenAI World
Große Sprachmodelle scheinen dem Bestehen des Turing-Tests näher denn je, doch echtes Sprachverständnis könnte weiterhin fernliegen. In diesem Vortrag schlägt Monojit Choudhury einen „Turing Test 2.0“ vor: KI soll nicht daran gemessen werden, einen durchschnittlichen Menschen zu imitieren, sondern konkrete Individuen zu modellieren, die durch Kontext, Kultur und Erfahrung geprägt sind. Dieser Perspektivwechsel eröffnet neue Ansätze für Intelligenz, Generalisierung und menschenzentrierte KI in Bildung, Therapie und Sozialforschung.
Workshop:
AI and the Self – Interdisciplinary and Cross-Cultural Perspectives
Der Workshop zielt darauf ab, Forscher:innen aus verschiedenen Bereichen und kulturellen Perspektiven, um zu untersuchen, wie immer leistungsfähigere KI-Systeme die Art und Weise beeinflussen können, wie Menschen das "Selbst" verstehen und erleben. Da die Interaktionen mit KI-Systemen (einschließlich Chatbots) immer häufiger und persönlicher werden, können KI-generierte Antworten das Selbstbild, Entscheidungen und die Identität prägen. Gleichzeitig verschwimmt die Grenze zwischen Menschen und künstlichen Agenten zunehmend. Diese Entwicklungen werfen praktische und konzeptionelle Fragen zu Handlungsfähigkeit, Authentizität und der Bedeutung des "wahren Selbst" im Alltag auf.
Online Seminar Series:
AI at Crossroads
Wir beginnen eine neue Online-Reihe: AI at a Crossroads. Diese Seminar Series versucht, unterrepräsentierte Problemstellungen im KI-Kontext in den Mainstream zu bringen und sie in unsere Vorstellungen von wünschenswerter KI einfließen zu lassen. Jüngeste Entwicklungen im KI-Feld beeinflussen bereits jetzt verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens und eine genaue Betrachtung solcher Einbrüche der KI in Lebensbereiche, die bislang ausschließlich menschlich bestimmt waren, wird dringender denn je. Die Seminar Series wird in einer Kooperation des Center for Science and Thought in Bonn, des Insituts für Philosophie der Universidade de Brasília, dem Human Sciences Research Center der IIIT Hyderabad in Indien, dem Institute of Philosophy and Technology in Athen und dem Insitut für Philosophie des Lakshmibai College der Universität Delhi organisiert.
Konferenz:
Irrationality and the Age of AI: Language, Ethics, and the Future of Human Expression
Die KI-Revolution hat sich in den letzten Jahren beschleunigt, angetrieben durch die weitverbreitete Nutzung großer Sprachmodelle (LLMs). Heute verändern KI-Systeme nicht nur technische Umgebungen, sondern prägen auch unser Denken, unsere Emotionen und unsere alltäglichen sprachlichen Praktiken. Unsere Konferenz wird die Rolle von affektivem Computing, emotional geprägter Mensch-Maschine-Interaktion, konversationellen KI-Modellen, Verstärkungsalgorithmen und Empfehlungssystemen im Zuge der LLM-Revolution untersuchen. Vor diesem Hintergrund werden wir darüber diskutieren, was wir über Sprache lernen können—sowohl in ihrer expliziten, logischen, grammatischen Struktur als auch in ihrer emotionalen, expressiven Dimension—wenn KI Zugang zu diesen Tiefen menschlichen Ausdrucks erhält.
Buchvorstellung:
Normative Ethics, Artificial Intelligence, and Value Alignment: From Normative Theory to Engineering Practices
Wir veranstalten eine Buchvorstellung zu Nicholas Kluge Corrêas neu erschienenem Buch "Normative Ethics, Artificial Intelligence, and Value Alignment: From Normative Theory to Engineering Practices." Das Buch wendet normative Ethik auf die Entwicklung von KI-Systemen an. Es zeigt auf, wie wir Systeme der künstlichen Intelligenz mit normativen menschlichen Werten in Einklang bringen können, indem wir die KI darauf trainieren, menschliche Ziele und Werte zu verfolgen. Die Veranstaltung findet am 26. Mai 2026 von 15 bis 18 Uhr im Center for Science and Thought statt und umfasst Vorträge des Autors sowie von Prof. Dr. Markus Gabriel und Dr. Florian Mai.
Vortrag:
KI-Perspektiven:
"Feminismus und Künstliche Intelligenz"
Wie prägt KI unsere Gesellschaft – und wer prägt KI? Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „AI Perspectives“ beleuchtet diese Veranstaltung Künstliche Intelligenz aus verschiedenen Blickwinkeln.
Am 12. Mai 2026 steht Feminismus und KI im Fokus. Themen sind unter anderem Bias in Algorithmen, Machtstrukturen, Datengerechtigkeit und inklusives Design. Gemeinsam mit Toni Loh und Eva Maria Hille diskutieren wir, wie Technologien gerechter gestaltet werden können und wer dafür Verantwortung trägt.
Vortrag:
Ist absolut allgemeine Quantifikation möglich?
Die Möglichkeit absolut allgemeiner Quantifikation gilt oft als selbstverständlich, da selbst ihre Kritiker sie scheinbar voraussetzen. In diesem Vortrag werden gängige Argumente für diese Annahme kritisch geprüft und zurückgewiesen. Stattdessen wird ein Ansatz entwickelt, der die unvermeidlichen Einschränkungen jeder Form von Quantifikation berücksichtigt. Anhand der Quantifikation zweiter Ordnung werden diese Beschränkungen exemplarisch erläutert und mit der Position von Hellman verglichen.
Vortrag:
Lunch Talk with Laurie Paul
Der Vortrag nutzt philosophische Erkenntnistheorien, um einen konzeptuellen Rahmen für Wissen bei Tieren und Maschinen zu entwickeln. Gastrednerin Prof. Laurie Paul (Yale) entwirft darauf aufbauend ein neues Verständnis von LLM-Wissen und schlägt eine Taxonomie vor, die biologische und künstliche Systeme von C. elegans bis zu LLMs umfasst. Dieser Ansatz zeigt auf, wie Wissen in unterschiedlichen Domänen realisiert wird und berücksichtigt ihre jeweiligen biologischen und physikalischen Grundlagen.
Workshop:
Developing LLMs for Low-Resource Languages
09.-13. März 2026 @ IMPULSE-Haus
Dieser Polyglot Workshop ist ein viertägiges, praktisches Programm mit dem Schwerpunkt, Kompetenzen in der Entwicklung von großen Sprachmodellen (LLMs) mit besonderem Fokus auf unterrepräsentierte Sprachen auszutauschen. Unser Ziel ist es, eine neue Generation von Fachleuten zu befähigen, die LLM-Entwicklung jenseits von High-Resource Kontexten voranzutreiben. Der Workshop deckt alle zentralen Schritte eines LLM-Traingszyklus ab und macht dieses Wissen so einem breiten und diversen Publikum zugänglich.
Der Workshop findet in englischer Sprache statt.
Vortrag:
"KI erklärt": KI und ethische Bedenken
KI in Suchmaschinen, am Telefon oder in der Rüstungsindustrie – täglich überbieten sich die Schlagzeilen zu neuen Entwicklungen. Während auf europäischer Ebene die KI-Verordnung verabschiedet wurde, entstehen bereits neue technologische Möglichkeiten.
Wie können wir KI ethisch nutzen und Werte in ihre Gestaltung integrieren? Der Vortrag beleuchtet ethische Bedenken und Risiken für Individuen und den demokratischen Rechtsstaat und zeigt auf, wie wir als Gesellschaft zu einer verantwortungsvollen Technikgestaltung beitragen können.
Seminarreihe:
Cross-Cultural Approaches to Desirable AI, 2. Ausgabe
Die Seminarreihe „Cross-Cultural Approaches to Desirable AI“ geht in die zweite Runde. Sie will die interkulturelle und interdisziplinäre Diskussion über die Ethik der Künstlichen Intelligenz (KI) fördern. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Unterstützung und Entwicklung von Forschung zu KI und sozialer Gerechtigkeit, insbesondere aus intersektionalen feministischen und antirassistischen Perspektiven. „Cross-Cultural Approaches to Desirable AI“ ist eine Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Cambridge, Bonn, Tokio und der University of Europe for Applied Sciences.